Sich immer rechtfertigen psychologie

Alle auf dieser Webseite verwendeten Texte, Fotos und grafischen Gestaltungen sind urheberrechtlich geschützt. Sollten Sie Teile hiervon verwenden wollen, wenden Sie sich bitte an den Seitenbetreiber. Mit 30 noch nicht verheiratet und keine Kinder? In Jogginghose zum Bäcker gehen? Schokolade essen ohne Sport? Keine Lust auf Sex? Wenn es darum geht, in die Rechtfertigungsfalle zu tappen, lassen manche Menschen keine Gelegenheit aus.

Aber Rechtfertigungen schwächen das Selbstwertgefühl. Wir fühlen uns minderwertig.

Warum rechtfertigen wir uns?

Dabei hatten wir guten Grund, warum wir so entschieden haben. Achten Sie einmal bewusst drauf, wie oft Sie sich anderen Menschen gegenüber rechtfertigen. Dabei wird nicht nur das Handeln rechtfertigt, sondern selbst Gedanken und Gefühle kann man rechtfertigen. Letzteres wird besonders abstrakt, denn mit Argumenten lassen sich Gefühle nicht erklären.

Sie zeigen unsere Wünsche und Bedürfnisse und sind sie ein wichtiger Wegweiser für das, was wir brauchen. Wer sich für sein Denken, Fühlen oder Handeln rechtfertigt, steht nicht dazu und macht sich selbst kleiner. Sich nicht zu rechtfertigen bedeutet also auch, zu seinem Denken, Fühlen und Handeln zu stehen und letztlich, zu sich selbst zu stehen. Sie steht zu ihren Rundungen und damit braucht sie sich nicht rechtfertigen.

Bei einer Rechtfertigung versuchen wir, unser eigenes Recht zu begründen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir innerlich nicht davon überzeugt sind, recht zu haben. Wir geben die Verantwortung zur Rechtsprechung ab. All die Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln geben wir bei einer Rechtfertigung ab. Bei einer Rechtfertigung geht es darum, die eigene Verantwortung abzuwälzen.

Aber wozu soll das gut sein? Wir handeln aus persönlichen Werten, aus Erfahrung und individuellen Motiven. Plötzlich fordert unser Gegenüber eine Rechtfertigung oder eine Erklärung für unser Verhalten. Bis eben hatte sich alles gut und richtig angefühlt. Nun müssen wir uns behaupten und mögliche Konsequenzen ziehen. Wir haben uns weit vor der Rechtfertigung entschieden. Wie die deutsche Sprache sehr gut ausdrückt, ist eine Entscheidung ein Ende, das eine Scheidung fordert.

Von etwas müssen wir uns trennen, um einen anderen Weg einzuschlagen. Am Ende steht immer nur eine Frage: Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen? Ein Mensch, der sich entschieden hat, in Jogginghose zum Bäcker zu laufen, wählt die Bequemlichkeit und zahlt den Preis, vielleicht nicht so schick zu sein. Wer sich entschieden hat, Single zu sein, hat viele Freiheiten und zahlt auf der anderen Seite den Preis, auch allein oder gar einsam zu sein.

Wenn wir Konsequenzen ziehen, wird uns der Preis, den wir für unsere Entscheidung zahlen müssen, noch einmal bewusst. Vielleicht beginnt der Eine oder Andere auch, an dieser Stelle zu zweifeln. Das ist der Grund, warum selbstsichere Menschen sich wesentlich weniger rechtfertigen. Sie tragen die Verantwortung für ihr Handeln, da sie ganz sicher wissen, dass diese Entscheidung gut war.

Sie ahnen es sicher: Wenn selbstsichere Menschen sich weniger rechtfertigen, erklären sich dagegen Menschen öfter, wenn sie unsicher sind und eine Bestätigung suchen. Als Folge daraus entsteht weitere Unsicherheit. Mit anderen Worten: Rechtfertigungen sind wie eine Abwärtsspirale, die das Selbstwertgefühl schwächt.

Wenn das Bedürfnis eine Bestätigung ist und eine Rechtfertigung das Selbstwertgefühl schwächt, stellt sich nur die Frage: Wie erhält ein Mensch Bestätigung und Anerkennung, ohne sich rechtfertigen zu müssen? Wenn Sie sich oft rechtfertigen, achten Sie einmal auf Ihre Beweggründe. Liegt es daran, dass Sie Ihre Meinung oder Ihr Handeln bestätigt haben wollen? Oder rechtfertigen Sie sich, weil Sie ernst genommen werden wollen?

Was bewegt Sie, wenn Sie sich rechtfertigen? Welcher Wunsch steckt hinter Ihrer Rechtfertigung? Ein Beispiel: Sie wünschen sich, auch wenn Sie nicht heiraten möchten, trotzdem Teil der Gemeinschaft zu sein. Das ist eine bewusste Entscheidung. Ich wünsche mir von dir, dass meine Entscheidung keinen Einfluss auf unsere Freundschaft hat und wir trotzdem weiterhin gut miteinander auskommen.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Wunsch hinter einer Rechtfertigung Ihrer ist und Sie sich einen Termin bei mir wünschen, um es herauszufinden, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ich bin gern für Sie da. Wichtiger Hinweis: Die Texte auf www. Die Inhalte sollen in keiner Weise verleiten, eine ärztliche Behandlung abzubrechen, eine Selbstdiagnose zu stellen, selbst eine Behandlung vorzunehmen oder einen Arztbesuch zu vermeiden.

Ganz im Gegenteil: Die hier gegebenen Informationen ersetzen keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung, Unterstützung und Behandlung. Gibt es da eine Lösung? Vorab, herzlichen Dank, Nadine. Die Rechtfertigung dient dazu, die eigenen Fehler von sich selbst wegzuschieben, um das Selbstwertgefühl nicht noch weiter zu belasten.

Als Menschen machen wir aber auch mal einen Fehler, das ist nur natürlich. Wenn Sie mal eine Meinungsverschiedenheit haben, formulieren Sie Kritik konstruktiv und positiv, senden Sie Ich-Botschaften und vermeiden Sie Vorwürfe bzw. Hallo Herr Steinmetz, danke für Ihre ergänzenden Worte.

Rechtfertigung schwächt: Wie Sie durch Erklärung richtig Stärke beweisen

Ich bin da anderer Meinung, denn gute Vorgesetze überzeugen nicht durch einzelne Formulierungen, sondern durch ihre Einstellung, die sie den Mitarbeiter inne n gegenüber haben. Denn wir reagieren in zwischenmenschlichen Beziehungen selten auf das, was jemand zu uns sagt und auch nicht allein welche Worte verwendet werden, sondern wie jemand über uns denkt und damit verbunden mit uns spricht das hört man u.

Der Artikel hat mir jetzt schon geholfen. Werde in Zukunft versuchen für meine Taten und Entscheidungen einzustehen und nicht alles mitzubegründen und mich Rechtfertigen. Durch das ganze rechtfertigen fühl ich mich dann immer kleiner und schwächer bis zum Punk in dem ich dann alles Unfair finde und mich echt zusammenreisen muss. Ich musste mich schon als kleines Kind für jede noch so kleine eigenständige Entscheidung rechtfertigen, mit dem Ergebnis, dass ich im Teenageralter begonnen habe mich aufzulehnen.

Ich habe aufgehört mich dauernd zu rechtfertigen, doch die Zurückweisung die ich von meinem Umfeld bis heute dafür erfahre sind gewaltig. Letzendlich bin ich heute genauso unsicher und voller Minderwertigkeitskomplexe, als hätte ich mich weiter gerechtfertigt. Offensichtlich gehöre ich nicht in diese Kategorie und werde für mein unfriedliches Verhalten missbilligt.

Hallo Nora, danke für die offenen Worte. Ich habe auch oft das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Das führt dazu, dass ich genau auswähle wem ich was erzähle. Meine Kollegen wissen z. Es ist ein freudiges Ereignis, dass man gerne mit anderen Menschen teilt. Dass Sie es mit Ihren Kolleg inn en bisher noch nicht teilen wollten oder konnten, wird gute Gründe haben, nehme ich an.

Auch über diese Gründe können Sie Ihre Kollegen aufklären, jedoch müssen Sie es nicht. Es ist ok, dabei zu bleiben, dass Sie beide heiraten werden. Mir reicht es, um ehrlich zu sein, wenn du dich einfach mit uns freuen kannst. Ich möchte mein dauerndes Rechtfertigen unbedingt abstellen. In der Theorie klingt Ihre Lösung für das Problem mit der Hochzeit auch gut und logisch.

Allerdings denke ich mir, dass wenn ich statt mich zu rechtfertigen nur solche Antworten gebe, die Leute denken ich würde Dinge verheimlichen oder mir wäre etwas peinlich oder ähnliches. Mir ist klar, dass einem egal sein sollte, was Andere von einem denken. Aber am Ende des Tages hilft es mir ja auch nicht so richtig, wenn alle über mich tuscheln und sich fragen, warum ich meine Aktionen nicht begründe bzw.

Denn sie wissen ja nicht, ob ich einfach nur keine guten Argumente habe, oder sie einfach nur für mich behalten möchte.

Rechtfertigung und Selbstbewusstsein: Ratgeber Depression

Was hindert Sie daran, so zu sein, wie Sie sein wollen? Haben Sie eine Idee? Ein super Artikel. Ich habe mich bisher auch viel bei anderen Menschen gerechtfertigt. Ich werde noch daran arbeiten müssen, zu meinen Entscheidungen zu stehen, ohne ständig dafür Erklärungen abzugeben. Vielen Dank liebe Frau Fuchs für Ihre tollen Worte.

Hallo Christina, vielen Dank, dass freut mich, dass Ihnen mein Artikel gefällt. Es mag nicht immer einfach sein, aber sicher lohnt es sich, zu den eigenen Entscheidungen zu stehen.