Psychologie liste aller erfolgserlebnisse

Wie können Emotionen die Mitarbeiter motivieren? Maximale Motivation ohne Emotionen ist kaum vorstellbar. Extremleistungen wie der Bau der Pyramiden, die jahrhundertelange Dominanz des römischen Reiches, die Erstellung der chinesischen Mauer oder die Mondlandung sind ohne die Zutat von sehr starken emotionalen Wirkungen nicht vorstellbar. Um Emotionen als wichtige Triebfeder für Motivation — darum geht es in diesem Kapitel.

Es zeigt die Forschung dazu, gibt eine Übersicht über Arten und zeigt wie man ein motivierendes emotionales Klima am Arbeitsplatz schafft. Autor: Diplompsychologe Professor Dr. Florian Becker. Sicher gab es auch rationale Gründe für den Bau der Pyramiden, die Opferbereitschaft für die Idee des römischen Reiches, die Erstellung der chinesischen Mauer oder die Mondlandung.

Doch all diese Leistungen sind ohne die Zutat von sehr starken Emotionen nicht vorstellbar. So mag die Angst der Pharaonen vor dem Tod oder einem schlechten Leben danach, die Begeisterung der Bauherren für das Machbare und vermutlich Angst und Zwang von zehntausenden mehr und minder freiwilligen Arbeitern hinter dem Bau der Pyramiden stehen. Das Buch zu diesem Online-Text vom Bestsellerautor.

Diplompsychologe Prof. Florian Becker liefert:. Rationale Interessen können sich schnell ändern und dann geht man eben schnell wieder aus dem Staatenbund wie z. So setzen charismatische und transformationale Führungskräfte besonders an den Emotionen der Mitarbeiter an, um ihre Wirkung zu entfalten. Das hat bereits das Kapitel zu Führung, die Mitarbeiter motiviert , gezeigt.

Was in der Praxis und bei logischer Betrachtung auf der Hand liegt, ist von der Wissenschaft bisher noch stiefmütterlich behandelt : Die meisten klassischen Ansätze und Theorien zur Motivation konzentrieren sich nicht auf Emotionen. Im Vordergrund stehen die Inhalte der Motive z.

Positive Psychologie – Die Wissenschaft vom Glücklichsein

Maslow, ; McClelland, ; Herzberg, und rationale Entscheidungen von Menschen, die Ziele verfolgen z. Ajzen, ; Heckhausen, ; Latham, Bisherige Forschung zur Motivation hat also überwiegend einen blinden Fleck, was Emotionen betrifft. Dennoch gibt es ein paar erste Erkenntnisse zur Rolle von Emotionen für die Motivation von Mitarbeitern, die im Folgenden aufgeführt sind.

Der nächste Abschnitt zeigt, wie dramatisch sich positive und negative Emotionen auf die Psychologie von Mitarbeitern auswirken. Welche Wirkung haben positive Gefühle und negative Gefühle auf Menschen? Eine einfache und naheliegende Art, um Emotionen zu klassifizieren, ist, ob Menschen diese als positiv etwa Entspannung, Freude, Begeisterung oder negativ etwa Erschöpfung, Trauer, Panik erleben.

Tatsächlich konzentriert sich viel Forschung zu Emotionen auf diese Achse.

Positive Psychologie: Erfolgserlebnisse

Positive Emotionen sind dabei mit einer Reihe von vorteilhaften Eigenschaften verbunden vgl. Fredrickson, :. Bei negativen Emotionen zeigen sich gegenteilige Effekte Bledlow et al. Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass positive Emotionen zu Erfolg führen — stärker als andersherum Erfolg zu positiven Emotionen führt Lyubomirsky, King und Diener, Das gilt nicht nur für Erfolg am Arbeitsplatz, sondern auch im privaten, persönlichen Bereich — etwa bei sozialen Beziehungen.

Auch die Motivation am Arbeitsplatz folgt dem hier dargestellten Muster Christian, Garza und Slaughter, Positive Emotionen sind verbunden mit hoher Motivation am Arbeitsplatz z. Balducci, Fraccaroli und Schaufeli, ; Sonnentag et al. Halbesleben, Harvey und Bolino, ; Parker, Jimmieson und Amiot, Welche Emotionen gibt es? Die Forschung zeigt, dass es eher ein Kreis als eine Liste ist.

Ein kurzer Blick auf die beispielhaft angegebenen Emotionen verdeutlicht, dass eine einfache Klassifizierung anhand von positiv vs. Manche der positiven emotionalen Zustände haben sicher eine starke Wirkung auf die Motivation — etwa Begeisterung, andere wohl eher weniger — etwa Entspannung. Das gleiche Bild zeigt sich bei den negativ geprägten emotionalen Zuständen: Angst kann stark motivieren, Erschöpfung aber nicht.

Möchte man Emotion und Motivation sinnvoll zusammenführen, dann ist als weitere Achse Erregung notwendig z. Russell, Menschen erleben Aktivierung als Erregung bzw. Die Alltagssprache und damit auch die Perspektive vieler Menschen ist hier oft recht undifferenziert: Man schläft oder man ist wach.

Das Kontinuum reicht von sehr ruhig bis sehr aufgeregt. Schon früh wurde Aktivierung mit Emotion in Verbindung gebracht und beobachtet, dass Aktivierung das emotionale Erleben verändern kann z. Schachter und Singer, Emotionen lassen sich tatsächlich sehr gut entlang der zwei geschilderten Achsen positives vs. Auf das entstehende Feld lassen sich alle Emotionen abbilden.

Besonders markante Erlebenszustände bilden einen Kreis um eine Mitte, die einen Null-Punkt darstellt, ohne emotionales Empfinden. Diese markanten emotionalen Zustände zeigt die folgende Tabelle. Menschen sind in der Lage, Mischemotionen zu empfinden, etwa einen Horror-Film zu sehen und gleichzeitig Angst und Genuss zu empfinden. Meist ist aber eine Emotion dominant, so dass man der Einfachheit halber von einem dominanten Punkt in dem Spektrum zu jedem Zeitpunkt bei einem Menschen ausgehen kann.

Wie aber hängen die verschiedenen emotionalen Zustände mit Motivation zusammen? Der nächste Abschnitt verbindet das emotionale Erleben konkret mit der Motivation von Mitarbeitern. Wie kann man Mitarbeiter mit Emotionen motivieren? Manche emotionalen Zustände schaden der Motivation , andere nutzen ihr vgl. Schaufeli, Nahe liegt, dass negative Emotionen mit geringer Erregung z.

So denkt man hier nicht umsonst schnell an das Gefühlsspektrum von Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

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Tatsächlich zeigt sich, dass dieses Emotionsspektrum negativ mit der Leistungsmotivation bei der Arbeit und positiv mit Burnout zusammenhängt Reijseger et al. Nicht nur für das persönliche Wohlbefinden, sondern auch mit Blick auf die Motivation sollte daher dieses Gefühlsspektrum vermieden werden. Hoch motivierte Mitarbeiter finden sich dagegen häufig im gegenpoligen emotionalen Spektrum, bei den positiven Emotionen mit hoher Erregung z.

Dieser Gefühlszustand zeigt sich bei Menschen, die intrinsisch motiviert arbeiten, weil die Arbeit sie fordert und psychologisch gut gestaltet ist. Die Kapitel in diesem Text zu psychologischer Arbeitsgestaltung , intrinsischer Motivation und Selbstwirksamkeit hängen mit diesem Gefühlszustand zusammen. Aber hohe Motivation von Mitarbeitern geht nicht immer mit positiven Emotionen einher.

Auch Mitarbeiter mit negativen Emotionen und hoher Aktivierung sind häufig hoch motiviert. Dazu gehören etwa Menschen, die durch starken Druck angetrieben werden und Emotionen wie Angst fühlen. Und der Druck kann auch von innen kommen — etwa bei Workaholics. Workaholics arbeiten nicht aus Freude, sondern weil ihr Selbstwert daran hängt und sie Versagensängste haben.

Sie arbeiten obsessiv vor sich hin — auch über die Belastungsgrenzen hinaus Van Beek et al. Insgesamt lässt sich festhalten, dass für Leistungsmotivation Emotionen mit hoher Erregung notwendig sind. Bei diesen erregenden Emotionen gibt es zwei Wege zur Motivation , die auch mit unterschiedlichen Motivationstechniken verknüpft sind.

Neben der langfristigen emotionalen Atmosphäre spielen auch kurzfristige Emotionen eine Rolle bei der Arbeitsmotivation. Davon handelt der nächste Abschnitt. Mitarbeiter erfahren am Arbeitsplatz zwar eine generelle emotionale Grundstimmung — aber Emotionen ändern sich auch um diese Grundstimmung herum im Tagesablauf. Menschen versuchen generell, negative Emotionen zu reduzieren und zu vermeiden und positive Emotionen zu erreichen und zu behalten.

Zahlreiche menschliche Verhaltensweisen dienen dieser Affektregulation : Getrieben vom Versuch, Emotionen zu beeinflussen, gehen Menschen ins Kino, hören Musik, suchen Erfolg und Anerkennung bei der Arbeit. So können kurzfristig auftretende negative Emotionen bei der Arbeit dazu motivieren, etwas zu verändern Bledlow et al. Emotionen, negative wie positive, werden somit zur Triebfeder der Arbeitsmotivation.

Negative Emotionen treiben dazu an, sie zu beseitigen und zu vermeiden, positive Emotionen treiben dazu an, sie aufzusuchen und zu behalten. Die gesuchten positiven Emotionen können z. Emotionen sind eine mächtige Ressource, wenn es darum geht, Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu motivieren. Letztendlich ist bei Motivation natürlich wichtig, wie stark diese insgesamt ausgeprägt ist.

Das nächste Kapitel beschreibt daher die Messung von Motivation und die Analyse von Einflüssen darauf. Florian Becker Emotion und Motivation : Emotionen sind die Triebfeder jeder Höchstleistung der Menschheit In diesem Beitrag:. Mitarbeiter wirksam motivieren: Mitarbeitermotivation mit der Macht der Psychologie Das Buch zu diesem Online-Text vom Bestsellerautor.

Florian Becker liefert: praxiserprobte Tipps aus unseren Projekten mit Top-Unternehmen und Teams wissenschaftliche Qualität aus jahrzehntelanger Forschungsarbeit verständlich und kompakt , weil Ihre Zeit kostbar ist Ihr Vorsprung bei Mitarbeitermotivation. Wut oder Panik. Auch Langeweile und Erschöpfung finden sich in diesem Bereich. Wer sich rein auf rationale Aspekte verlässt, um Mitarbeiter zu motivieren, verzichtet auf viel.

Er wird im Wettbewerb mit anderen Organisationen scheitern, die starke Emotionen bei den Mitgliedern wachrufen und für ihre Ziele einsetzen. Am Arbeitsplatz sollten generell positive Emotionen gefördert werden, um von den damit verbunden positiven Aspekten höhere Arbeitsmotivation, breiterer Aufmerksamkeitsfokus, höhere Kreativität und mehr Offenheit für Neues zu profitieren.

Bei Kunden ist es meist Standard, sich darum zu kümmern, dass sie positive Emotionen haben. Bei Mitarbeitern herrscht hier oftmals noch ein Defizit — häufig aus der falschen Annahme, dass Gehalt genügt. Also sollen sie auch was leisten! Bei der Personalauswahl sollte darauf geachtet werden, dass Mitarbeiter eine positive emotionale Grundstimmung zeigen, idealerweise sogar im eher aktivierten Spektrum.

Mit dieser emotionalen Stimmung gehen viele positive Effekte einher, auch erhöhte Arbeitsmotivation. Barsade,