Deutsche gesellschaft für psychologie wechselmodell
In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Ex-Partner auf das sogenannte Wechselmodell geeinigt: Sie übernehmen die Betreuung des Kindes jeweils etwa zur Hälfte. Audio herunterladen 25,1 MB MP3. In Deutschland ist das sogenannte "Wechselmodell" bisher die Ausnahme. Traditionell bleiben Kinder nach der Trennung bei einem Elternteil, meist bei der Mutter.
Der Vater erhält ein Umgangsrecht und sieht die Kinder in der Regel jedes zweite Wochenende. Juristinnen und Juristen nennen das "das Residenzmodell". Der bayerische FDP-Bundestagabgeordnete Stephan Thomae meint, die Rollenverhältnisse hätten sich mittlerweile geändert. Seine Fraktion setzt sich dafür ein, dass Familiengerichte in der Regel das Wechselmodell anordnen und nicht mehr — wie bisher — das Residenzmodell.
Das Konzept "Einer betreut, einer bezahlt" ist überholt, meint Thomae. Der Streit darüber, wer wann die Kinder betreut, landet in Deutschland pro Jahr Immer häufiger geht es den Vätern darum, mehr am Leben ihrer Kinder beteiligt zu sein. Im Februar hatte der Bundesgerichtshof geurteilt, dass ein Wechselmodell auch angeordnet werden kann, wenn ein Elternteil das nicht will.
Allerdings dürfe das Zerwürfnis zwischen den Eltern nicht so weit fortgeschritten sein, dass Vater und Mutter bis aufs Blut zerstritten sind und nicht einmal mehr miteinander sprechen. Denn eine geteilte Betreuung erfordere eine enge Abstimmung der Eltern — so sagten es die Richter beim Bundesgerichtshof. Wenn sich die Eltern auf eine Regelung einigen können, sei das immer besser als eine gerichtliche Entscheidung, sagt der Psychologe Dr.
Stefan Rücker von der Universität Bremen. Er erforscht die Folgen verschiedener Betreuungsmodelle für Kinder und Eltern im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Die Ergebnisse der Studie sollen im Herbst veröffentlicht werden.
Ein Kind, zwei Zuhause
Rücker sieht Trennungskinder auch in seiner psychologischen Praxis. Er kennt die Belastungen, die allein die Trennung der Eltern für die Kinder bedeutet. Wie die konkret reagieren, hängt auch vom Alter ab. Schon Zweijährige sind irritiert, ältere Kinder nehmen die Trennung bewusster wahr. Bei Jugendlichen würden eher Wut und Ärger, Enttäuschung und Frustration dominieren, hat Stephan Rücker beobachtet.
Aber natürlich reagiert jedes Kind individuell. Eltern sollen ihre Wut und Enttäuschung nicht auf die Kinder übertragen, warnt der Psychologe. Um das zu vermeiden, regen auch Familienrichter immer öfter an, sich nach einer Trennung psychologisch beraten zu lassen. Manchmal ordnen sie sogar eine Mediation an.
Denn häufig geht es beim Streit ums Kind um grundlegende Ängste — die Angst, nicht mehr am Leben des eigenen Kindes teilhaben zu können, die Angst, nach dem Partner nun auch das Kind zu verlieren, die Angst, man könnte auch als Elternteil durch einen neuen Partner, eine neue Partnerin ersetzt werden. Das Ziel einer Mediation ist, dass alle Beteiligten gewinnen.
In familienrechtlichen Auseinandersetzungen bieten sowohl Rechtsanwälte als auch Psychologen diese Form der Unterstützung an. Es geht hierbei nicht darum, die besseren Argumente zu haben, sondern in einem geschützten Raum dem anderen zu erklären, warum man dieses so und jenes eben anders sieht. Doch noch gibt es die Eltern, die sich nicht einigen können, wie sie die Kinderbetreuung organisieren.
In den allermeisten Fällen ordnet das Gericht bisher dann das Residenzmodell an, nach dem die Mutter die Betreuung übernimmt und der Vater lediglich ein Umgangsrecht erhält. Doch das "Aktionsbündnis Doppelresidenz. Konkret sollen Familiengerichte in den Fällen, in denen sich Eltern nicht einigen, das Doppelresidenz- oder Wechselmodell als Regelfall anordnen.
Nur wenn das Kindeswohl gefährdet wäre, sollen die Richter davon abweichen dürfen. Damit würde die Überlastung eines Elternteils vermieden und Streit reduziert. Dem Aktionsbündnis gehe es nicht nur um eine rechtliche Neuorientierung, sondern insgesamt um einen Perspektivwechsel in der elterlichen Verantwortung. Doch die Mehrheit der dazu befragten Sachverständigen — darunter Psychologen, Rechtsanwälte und Vertreter von Verbänden — haben sich in der Anhörung dagegen ausgesprochen, das Wechselmodell zur Regel zu machen.
Dass nur wenige Eltern eine Betreuung im Wechselmodell wählen, könnte auch daran liegen, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen in vielen Bereichen auf das Residenzmodell ausgerichtet sind. Beispiel Unterhaltsrecht: Bisher gilt hier allein die Betreuung von 50 zu Prozent als Wechselmodell. Nur dann verteilt sich die Unterhaltspflicht auf beide Eltern. Das Bundesjustizministerium will die Ergebnisse der Studie des Bremer Psychologen Stefan Rücker abwarten, die im Herbst vorliegen sollen.
Für diese Studie zu den Folgen der verschiedenen Betreuungsmodelle wurden 1. Manuskript zur Sendung. Bei Trennung, Konflikten am Arbeitsplatz, Streit ums Erbe: Mediation hilft, eine Einigung zu finden, mit der die Streitparteien gut leben können. Es müssen aber alle mitmachen. Die Zahl der Trennungskinder in Deutschland erhöht sich jedes Jahr um etwa Wie Eltern und ihre Kinder nach Trennung und Scheidung wieder glücklich werden".
Aufgrund neuester wissenschaftlicher Studien entwirft Claus Koch Perspektiven, wie Eltern und ihre Kinder eine Trennung oder Scheidung am besten bewältigen. Welche Rolle spielen Lebensalter und Geschlecht des Kindes zum Trennungszeitpunkt, wie werden Eltern den existenziellen Bedürfnissen ihrer Kinder nach Geborgenheit und Sicherheit gerecht, ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren.
Claus Koch studierte Philosophie und Psychologie in Heidelberg und Paris, hatte einen Lehrauftrag an der Universität Bielefeld und war bis Verlagsleiter des Beltz Verlags in Weinheim. Ist die Ex-Frau von Boris und hat sich mit eigenen Projekten einen Namen gemacht. Wer mit einem Weltstar liiert oder verheiratet war, hat es nicht leicht, als eigene Persönlichkeit mit eigenen Projekten wahrgenommen zu werden.
Barbara Becker, der Ex-Frau von Boris Becker, ist das gelungen. Barbara Becker kam in Heidelberg auf die Welt, hat lange in Karlsruhe und Pforzheim gelebt und ging nach der Scheidung mir ihren beiden Kindern nach Florida. Sie arbeitete als Model und Schauspielerin. Und machte sich einen Namen als Mode- und Schmuckdesignerin mit eigener Kollektion. Heute lebt sie mit ihren zwei Riesenschildkröten, einer Ziege, Hund und Kakadu in Miami und erntet in ihrem Garten Bananen und Kokosnüsse.
Gesundheit, Sport und gute Ernährung sind der Jährigen sehr wichtig: Ein bis zwei Stunden am Tag macht sie Yoga und Pilates, sie schwört auf die Kraft der Kristalle und trinkt morgens Kaffee mit Butterschmalz. Am August beginnt in einer Bank in Stockholm ein spektakulärer Banküberfall. Sechs Tage lang behält Jan-Erik Olsson vier Geiseln in seiner Gewalt.
Eine der Geiseln soll zu einem Verbrecher, der zum Geiselnehmer gebracht wurde, eine besondere Beziehung aufgebaut haben, die über die Geiselnahme hinaus andauerte. Durch die Entwicklungen in der digitalen Technik sind telemedizinische Versorgungsangebote zu einem Schwerpunktthema der Gesundheitsversorgung geworden. Telemedizinische Behandlungsansätze gibt es auch für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen.
Jochen Steiner im Gespräch mit Dr. Tobias Renner von der Uniklinik in Tübingen. Gibt es bestätigte Corona-Impfschäden, kommen Gesetze gegen Geldwäsche? Wann werden Depressionen mit Drogen behandelt, wie wehrt sich ein Geflüchteter gegen einen Pushback. Vier SWR2 Wissen, viermal nachgefragt Von Sonja Striegl, Volkart Wildermuth, Jochen Paulus, Beate Krol, Bartholomäus Laffert.
In Deutschland schlafen Neunt- und Zehntklässler im Schnitt erst nach 23 Uhr ein und dann maximal nur sieben Stunden, denn am nächsten Morgen beginnt schon früh die Schule.
Wechselmodell: Mal zu Mama, mal zu Papa – Wenn Kinder zwei Zuhause haben: SWR2
Kein Wunder, dass sich die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler tagsüber erschöpft und müde fühlt. Doch anders als die Themen Bewegung und Ernährung wird falsches Schlafverhalten von Kindern und Jugendlichen öffentlich kaum diskutiert. Dabei warnen Experten schon lange vor den Folgen: Konzentrationsprobleme, Übergewicht, eine schlechtere Immunabwehr bis hin zu ADHS-ähnlichen Symptomen.
Warum finden Jugendliche nicht ausreichend Schlaf? Und lässt sich das lernen: genug und erholsam schlafen? Gregor Papsch diskutiert mit Dr. Barbara Schneider - Ärztin am Kinderkrankenhaus St. Marien, Landshut, Dr. Peter Spork - Neurobiologe und Wissenschaftsjournalist. Was ist Jugendlichen wichtig? Schon mehr als Häufigste Antwort bisher: Bildung und Jobs. August Die militant-islamistischen Taliban überrennen die afghanische Hauptstadt Kabul.
Die Bundeswehr kapituliert und verlässt fluchtartig das Land — ebenso die Truppen aus anderen Ländern. Zurück bleiben afghanische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter der Herrschaft frauenfeindlicher Extremisten. Das war vor zwei Jahren. Wie ist die Situation dort jetzt? Wie gestaltet sich das Leben im Exil für diejenigen, denen die Flucht gelungen ist? Und lässt sich der Eil-Abzug der deutschen Soldaten aus heutiger Sicht rechtfertigen?
Conrad Schetter - Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies, Nadia Qani-Schwarz - Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Rechte afghanischer Frauen, ZAN. SWR SWR2 Wissen. STAND 1. Zur Startseite der Sendung. Psychologie: aktuelle Beiträge Am Mehr Beiträge. Bildung und Erziehung: aktuelle Beiträge In Deutschland schlafen Neunt- und Zehntklässler im Schnitt erst nach 23 Uhr ein und dann maximal nur sieben Stunden, denn am nächsten Morgen beginnt schon früh die Schule.
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